IDEE Austria im fachlichen Austausch:
Tagung in Graz und Dialogforum in Wien
IDEE Austria war Anfang des Jahres bei zwei wichtigen Fachveranstaltungen vertreten: Bei der 19. Grazer Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagung nahm Oana-Mihaela Iusco für IDEE Austria teil. Beim interaktiven Dialogforum von LICHT INS DUNKEL zum Thema „Psychische Erkrankungen zwischen Tabu, Behinderung und Inklusion“ waren Oana-Mihaela Iusco und Sonja Mühlberger für IDEE Austria dabei.
Bild v.l.n.r.: Prim.a Eva Kada, Prim.a Ursula Hammer-Weber, Laura Dahlia und Oana-Mihaela Iusco
19. Grazer Psychiatrisch-Psychosomatische Tagung
In Graz stand unter dem Titel „Das verwöhnte Selbst“ die Frage im Mittelpunkt, wie psychische Gesundheit, Selbstverantwortung und gesellschaftliche Rahmenbedingungen zusammenhängen. Die Beiträge aus Psychiatrie, Psychosomatik, Philosophie, Politik und weiteren Fachbereichen eröffneten unterschiedliche Perspektiven auf aktuelle Herausforderungen im Umgang mit dem Selbst, mit Belastungen und mit Verantwortung.
Besonders erfreulich war auch die persönliche Begegnung von Oana-Mihaela Iusco mit dem Referenten Lukas Wagner. In seinem Beitrag setzte er sich mit dem „Main-Character-Phänomen“ auseinander und thematisierte Fragen rund um Selbstinszenierung, Identität und mediale Gegenwart.
Dialogforum in Wien: Tabu, Behinderung und Inklusion
Bild v.l.n.r.: Iris Haschek, Oana-Mihaela Iusco, Mario Thaler, Germain Weber und Sonja Mühlberger
Das Dialogforum in Wien rückte die Themen Stigmatisierung, Teilhabe, Barrierefreiheit und Selbstvertretung in den Fokus. Deutlich wurde: Psychische Erkrankungen müssen sichtbarer gemacht werden, ohne Menschen auf Diagnosen zu reduzieren.
Inklusion darf nicht bei baulicher Barrierefreiheit enden. Sie muss auch psychische Barrieren, Angst vor Ausgrenzung, fehlende Rückzugsräume und gesellschaftliche Tabus ernst nehmen.
Wertvolle Impulse für die weitere Arbeit
Beide Veranstaltungen zeigten, wie wichtig Vernetzung, fachlicher Austausch und die Einbindung von Erfahrungsperspektiven sind. Für IDEE Austria waren sie wertvolle Impulse für die weitere Arbeit an Recovery, Empowerment, Entstigmatisierung und einer stärkeren Beteiligung von Menschen mit psychosozialen Erfahrungen.